Das DKB-Girokonto ist als erstes Konto bei mindestens 700 Euro monatlichem Geldeingang oder für Personen unter 28 Jahren ohne Kontoführungsgebühr nutzbar. Kostenloses Konto, Aktivstatus und Aktionsbonus sind jedoch unterschiedliche Dinge. Für das deutsche Bankangebot lohnt deshalb ein getrennter Blick auf laufende Kosten, Karten und Teilnahmebedingungen, bevor Sie einen Wechsel planen.
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- Die Gebührenfreiheit des Erstkontos hängt vom Geldeingang, Alter oder einer Altvertragsregel ab.
- Der Aktivstatus hat eigene Voraussetzungen und beeinflusst Leistungen der Debitkarte.
- Eine optionale Kreditkarte ist nicht mit der enthaltenen Debitkarte gleichzusetzen.
- Bonus und Cashback ersetzen keine Prüfung der dauerhaften Kontokosten.
Wann ist das DKB-Girokonto tatsächlich kostenlos?
Nach den am 24. Oktober 2026 abgerufenen Girokonto-Informationen der DKB entfällt beim ersten Girokonto die Kontoführungsgebühr, wenn monatlich mindestens 700 Euro eingehen. Für Kontoinhaber unter 28 Jahren gilt die Gebührenfreiheit auch ohne diesen Eingang. Das ist eine Bedingung für die Kontoführung, keine pauschale Zusage, dass jede Bankleistung kostenfrei bleibt.
Erfüllt ein Erstkonto keine Ausnahme, nennt die Bank 4,50 Euro monatlich. Zusätzliche Girokonten kosten nach ihrer Übersicht 2,50 Euro im Monat. Für ein vor dem 14.09.2022 eröffnetes Erstkonto führt die DKB eine weitere Ausnahme auf: Es bleibt auch ohne den genannten monatlichen Eingang kostenlos.
Wichtig ist deshalb, welches Konto Sie betrachten. Eine Aussage zum ersten Konto lässt sich nicht ohne Weiteres auf ein zusätzliches Konto übertragen. Ebenso kann sich die persönliche Kostenlage ändern, wenn die altersbedingte Befreiung endet und kein ausreichender Eingang vorhanden ist.
Was zählt beim monatlichen Eingang?
Die erforderliche Summe kann laut DKB aus mehreren Teilbeträgen bestehen. Entscheidend ist der Buchungstag, nicht das Wertstellungsdatum. Zinsgutschriften, Rücklastschriften oder Stornobuchungen lassen sich dabei nicht einfach wie gewöhnliche Eingänge einplanen.
Eine kurz vor Monatsende beauftragte Überweisung ist daher noch kein Nachweis für einen rechtzeitigen Eingang. Prüfen lässt sich die tatsächliche Buchung im Kontoauszug. Für den vollständigen Kostenblick hilft außerdem die Übersicht zur Prüfung von Girokonto-Gebühren.
Warum ist Gebührenfreiheit nicht dasselbe wie Aktivstatus?
Der Aktivstatus ist ein zusätzliches Leistungsmerkmal. Die DKB prüft dafür regelmäßig die Eingänge der vergangenen drei Monate. Gehen drei Monate hintereinander und anschließend weiterhin mindestens 700 Euro monatlich ein, können die Voraussetzungen für diesen Status erfüllt sein.
Neukunden erhalten ihn zunächst für drei Monate, sofern sie nach der erläuterten Neukundenregel in den vergangenen zwölf Monaten kein anderes DKB-Girokonto hatten. Danach ist die fortlaufende Nutzung entscheidend. Der Status lässt sich im Profil des Bankings kontrollieren.
Die Unterscheidung wird besonders bei jungen Erwachsenen sichtbar: Ein unter 28 Jahren kostenlos geführtes Erstkonto bedeutet nicht automatisch einen dauerhaften Aktivstatus ohne ausreichende Eingänge. Wer nur auf die Kontoführungsgebühr schaut, übersieht möglicherweise Bedingungen für die Kartennutzung.
Welche Rolle spielt der Status auf Reisen?
Nach der DKB-Leistungsübersicht können Zahlungen und Abhebungen mit der Visa Debitkarte bei Aktivstatus weltweit fast überall ohne entsprechendes DKB-Entgelt erfolgen. Ohne Aktivstatus unterscheidet die Bank zwischen Euro und Fremdwährungen. Zusätzliche Entgelte eines Händlers oder Automatenbetreibers sind davon getrennt zu betrachten.
Das ist auch für Leser in Österreich und der Schweiz relevant, die dieses deutsche Bankangebot prüfen: Eine Eurozahlung und eine Zahlung in Schweizer Franken sind unterschiedliche Nutzungssituationen. Daraus folgt jedoch keine Aussage über die Eröffnungsmöglichkeit am jeweiligen Wohnsitz; diese ist vor dem Antrag gesondert zu klären.
Welche Karte gehört zum Konto und was ist zusätzlich?
Zum Girokonto gehört eine Visa Debitkarte ohne Jahresgebühr. Bei ihr werden Zahlungen direkt dem Konto belastet. Eine Kreditkarte oder Girokarte kann optional hinzukommen; sie ist nicht allein deshalb kostenlos enthalten, weil die Kontoführung entfällt.
Vor einer Bestellung lohnt die Frage, welche Funktion tatsächlich gebraucht wird. Die Bezeichnung Visa sagt für sich genommen noch nicht, ob eine Debit- oder Kreditkarte vorliegt. Die Erklärung zu Kosten, Limit und Abrechnung der DKB-Kreditkarte vertieft diese Abgrenzung.
Gerade bei einem Kontowechsel können Zusatzprodukte die Entscheidung verzerren. Eine für eine Aktion mitbestellte Karte bleibt ein eigener Kostenpunkt. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob der Einstieg vergünstigt wird, sondern auch, ob das Produkt anschließend zur geplanten Nutzung passt.
Was bedeuten Bonus und Cashback für die Kontowahl?
Die am 24. Oktober 2026 abgerufene DKB-Produktseite bewirbt einen Bonus von 90 Euro zur Kreditkarte. Dafür nennt sie unter anderem den Antrag auf das erste Girokonto bis zum 03.11.2026, die direkte Mitbestellung der Kreditkarte und die Zustimmung zur E-Mail-Kommunikation. Bis zum 31.12.2026 müssen außerdem mindestens 1.500 Euro auf dem neuen Konto eingehen.
Damit ist der Bonus keine voraussetzungslose Zahlung für jede Kontoeröffnung. Die Teilnahmebedingungen sind getrennt von der laufenden Gebührenfreiheit zu prüfen. Ein erfülltes Eingangskriterium für die Aktion beantwortet noch nicht, ob das Konto in späteren Monaten ohne Kontoführungsentgelt bleibt.
Daneben nennt die Produktseite eine angemeldete Cashback-Aktion mit 1 % bis zum 19.11.2026 und einer Obergrenze von 15 Euro. Davon zu unterscheiden sind wechselnde Partnerangebote: Laut DKB-Cashback-Seite gehören hierzu eine Registrierung und die Aktivierung des jeweiligen Angebots vor dem Einkauf. Die Bedingungen des konkreten Angebots bleiben maßgeblich.
Bei Partner-Cashback werden zudem Daten zur Zuordnung berechtigter Einkäufe verarbeitet. Ein möglicher Rückfluss ist deshalb nicht der einzige Gesichtspunkt; auch Teilnahmeumfang und Datenschutzhinweise gehören zur Entscheidung. Zusätzliche Käufe nur wegen einer Vergütung können den finanziellen Nutzen aufheben.
Wie lässt sich das Angebot vor einem Wechsel prüfen?
Ein sinnvoller Vergleich beginnt beim normalen Zahlungsalltag, nicht bei der Werbeprämie. Welche Eingänge sind verlässlich, welche Karte wird gebraucht und welche Währungen kommen vor? Mit dem Leitfaden zum BaFin-Kontenvergleich lässt sich die Suche nach Alternativen strukturieren.
- Erstkonto oder Zusatzkonto und gegebenenfalls die Altvertragsregel feststellen.
- Regelmäßige Eingänge und deren tatsächliche Buchung prüfen.
- Kontoführung, Aktivstatus und Kartenkosten getrennt notieren.
- Aktionsbedingungen samt Fristen vor dem Antrag sichern.
- Daueraufträge und Lastschriften beim Wechsel kontrolliert umstellen.
Das Angebot kann zu einem digital geführten Alltagskonto passen. Weniger eindeutig ist es bei unregelmäßigen Eingängen oder Zusatzprodukten, die nur wegen einer Aktion bestellt werden. Maßgeblich bleibt die Kombination aus dauerhaftem Bedarf und geltendem Preisverzeichnis.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Die beschriebenen Ausnahmen beziehen sich auf das erste Girokonto und hängen insbesondere von Eingang, Alter oder einem älteren Eröffnungsdatum ab. Für zusätzliche Girokonten nennt die Bank einen eigenen Preis. Auch ein gebührenfreies Erstkonto bedeutet nicht, dass optionale Karten oder andere Leistungen automatisch kostenfrei sind.
Die altersbedingte Gebührenbefreiung und der Aktivstatus sind getrennte Regelungen. Ein kostenlos geführtes Konto allein belegt deshalb keinen dauerhaften Aktivstatus. Für diesen betrachtet die Bank die regelmäßigen Eingänge; für Neukunden gibt es eine zeitlich begrenzte Anfangsregel. Der tatsächlich hinterlegte Status ist im persönlichen Banking sichtbar.
Nein. Bei der beschriebenen Aktion gehören weitere Voraussetzungen dazu, darunter die direkte Mitbestellung der Kreditkarte, eine Einwilligung zur E-Mail-Kommunikation und ein rechtzeitiger Geldeingang. Zusätzlich sind die vollständigen Aktionsbedingungen wichtig. Die Bonusvoraussetzungen ersetzen weder die Regeln zur laufenden Kontoführung noch die Prüfung der späteren Kartenkosten.
Informativer Inhalt, keine Finanzberatung.